FRANCIS BACON UNSICHTBARE RÄUME

Unbedingt anschauen! Sehr beeindruckend.
Die Zeit überdauert – Francis Bacon
Staatsgalerie Stuttgart:

FRANCIS BACON UNSICHTBARE RÄUME

7.10.2016 – 8.1.2017
„Die Ausstellung widmet sich erstmals einem zentralen Aspekt im Werk von Francis Bacon (1909–1992), der als einer der bedeutendsten modernen Maler Großbritanniens gilt. Die geniale Bildstrategie des figurativen Ausnahmekünstlers wird anhand von 40 großformatigen Gemälden, darunter vier monumentalen Triptychen, sowie bislang selten gezeigten Zeichnungen und Atelierdokumenten systematisch erkundet. Die Ausstellung zeigt spektakuläre Leihgaben, u.a. aus dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Museum of Modern Art, New York oder dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington. Francis Bacon wendet sich nach seinem – später von ihm verworfenen –
Frühwerk ab Mitte der 1940er-Jahre einer figurativen Malerei von großer
Eigenständigkeit zu. Während die Abstraktion ihren weltweiten
Siegeszug antritt, nimmt er mit seinem gegenständlichen Ansatz eine Sonderrolle ein und erlangt bald, nicht zuletzt durch die enge Verquickung von exzessivem Leben und künstlerischem Schaffen, große Popularität. Bacons Mittelweg zwischen Abstraktion und Figuration erweist sich als einflussreich: Er vermeidet jede erzählerische Logik und herkömmliche Bildstruktur zugunsten einer intensiven und dabei doch modernen Malerei, die nach seinen Worten „direkt auf das Nervensystem“ wirken soll.
Grenzsituationen zwischen Leben und Tod, Lust und Schmerz, physischer Präsenz und Auflösung lotet Bacon vor allem über seine aufrüttelnde Figurendarstellung aus. Die Ausstellung geht der Frage nach, mit welchen Mitteln der Künstler die existenzielle Isolation seiner Figuren erreicht, und damit den Betrachter als neugierigen Voyeur entlarvt.
Anhand von 40 Gemälden sowie selten gezeigten Zeichnungen und Atelierdokumenten wird nachvollziehbar, wie Bacon durch besondere Raumkonstruktionen – glasartige Käfige und Rahmen, Gerüste oder Podeste – seine Figuren wie Schaustücke im Museum oder Tiere im Zoo exponiert. Das 1970 entstandene Triptychon »Drei Studien eines männlichen Rückens« zeigt gleich zu Beginn der Ausstellung, wie durch die Vereinzelung der dreifach wiedergegebenen Figur des Geliebten George Dyer in einem „unsichtbaren“, viel zu engen Käfig dessen Verletzlichkeit buchstäblich „ausgestellt“ wird.
Das Werk aus der eigenen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart verdeutlicht, wie die innerbildliche Rahmung formal dazu dient, die Figur optisch zu „verdichten“ und zu isolieren. Das Gemälde »Schimpanse« (1955) zeigt einen gefangenen Menschenaffen, und verleiht dem Käfigmotiv auch eine inhaltliche Dimension. Es kündet von Freiheitsentzug und hilfloser Exponiertheit gegenüber dem (Bild-)Betrachter. Thematisiert wird zudem die für Bacon zentrale Erkenntnis, dass Mensch und Tier sich in ihrem existenziellen Ausgeliefertsein, in ihrer Todesgewissheit (die er auch dem Tier zuspricht) nahe sind.
In den 1960er-Jahren werden die Formen präziser, und der Künstler arbeitet zunehmend mit starken Farbkontrasten. Wichtig wird die Unterscheidung zwischen dem flächig aufgetragenen Bildgrund und der vehementen
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Malerei der Körper. Zudem verwendet Bacon nun mehrere Raumkonzepte, die der effektvollen Isolation und Zurschaustellung der Figuren dienen und variiert werden können.
In den 1980er-Jahren proklamiert Bacon in einer Gruppe von Gemälden besonders eindringlich die „Hervorhebung“ des Motivs, indem er plastisch aufgefasste Torsi (Körperfragmente) mit teils detailgenau gemalten Geschlechtsteilen auf sockelartigen Stellagen, in transparenten Gehäusen oder vor rahmenden Wandstücken präsentiert. Die Direktheit des sexuellen Gehalts einiger dieser Arbeiten schockiert – auch wenn der Künstler immer betonte, dass es ihm nicht um das Schockieren des Betrachters gehe. Die Verbindung des provokanten Torso-Sujets mit der Biografie des homosexuellen Künstlers wird mehr als explizit.
Die 13 Skizzen aus der TATE, die Figuren in unterschiedlichen Positionen und Variationen der Umrahmung zeigen, belegen, dass Bacon – entgegen seiner eigenen Aussage – sehr wohl auf dem Papier experimentiert. Gerade die konzentrierten Papierarbeiten bekunden Bacons intensives Ringen um ein Bild, das die Beziehungen zwischen Figur, Raum und Betrachter neu verhandeln will.
Am Ende der Ausstellung ist ein ebenso aufschlussreiches wie unterhaltsames Gespräch Francis Bacons mit dem Fernseh- und Rundfunkmoderator Melvyn Bragg zu sehen, das im Jahr 1985 für die Londoner Kultursendung »The South Bank Show« aufgezeichnet wurde. Es geht nicht zuletzt um die Gewalttätigkeit des Lebens in Bacons Werken: „Wenn wir deine Bilder anschauen, dann sehen wir also die reale Welt vor uns?“ lautet eine Frage, die Bacon bejaht.
Audioführung von Antenna International™
Francis Bacon
Die Audioführung lenkt anhand von 21 zentralen Werken die Aufmerksamkeit auf das Thema Räumlichkeit in den Gemälden Francis Bacons. Zentraler Bestandteil der Audioführung sind zahlreiche Künstlerzitate. So vermittelt sich das Panorama eines Künstlers, der in seinen Werken mit schockierender Direktheit existenzielle Themen wie Gewalt, Sex und Vergänglichkeit auf berührende Weise anspricht.
Die Audioführung ist ca. 60 Minuten lang und liegt auf Deutsch vor.
»Francis Bacon – Unsichtbare Räume« ist eine Gemeinschaftsausstellung der Staatsgalerie Stuttgart und der Tate Liverpool.“
Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 30 – 32
70173 Stuttgart

Öffnungszeiten

Weltenwechsel

Unbedingt hin gehen!!
Zitat Kunstverein Reutlingen:
„9. Mai – 12. Juli 2015
Weltenwechsel

Die Sammlung Siegfried Seiz: Figürliche Malerei aus dem letzten Jahrzehnt der DDR und heute

Der Blick nach außen

Hubertus Giebe, Clemens Gröszer, Rolf Händler, Bernhard Heisig, Klaus Killisch, Konrad Knebel, Harald Metzkes, Roland Nicolaus, Uwe Pfeifer, Stefan Plenkers, Wolfgang Smy, Heinrich Tessmer

Anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung präsentieren das Kunstmuseum Spendhaus und der Kunstverein Reutlingen ein gemeinsames Ausstellungsprojekt. Ausgewählte Werke aus der Sammlung des Reutlinger Unternehmers Siegfried Seiz mit Malerei des letzten Jahrzehnts der DDR werden mit aktuellen Arbeiten aus den Ateliers der 23 in der Sammlung vertretenen Künstler verwoben.

Die Gemälde der Sammlung Seiz verdeutlichen exemplarisch den Generationen übergreifenden Facettenreichtum und das teilweise subversive Potenzial der Malerei in der späten DDR. Die Ausstellung macht den persönlichen Blick des Sammlers Seiz kenntlich und offenbart den besonderen, auf gegenseitigem Vertrauen beruhenden Charakter der im Dialog aufgebauten Sammlung.

Durch Einbeziehung aktueller Werke dokumentiert die Ausstellung die persönlichen Lebenswege der Künstler und macht charakteristische Entwicklungen – teils durch den gesellschaftspolitischen Wandel motiviert, teils künstlerisch bedingt – sichtbar.

Die beiden Teile der Ausstellung besitzen zwei einander ergänzende Schwerpunkte: Das im Kunstmuseum präsentierte Ausstellungskapitel „Der Blick nach innen“ lenkt den Blick auf die klassischen Sujets der Malerei wie Stillleben oder Akte, das Kapitel „Der Blick nach außen“, das im Kunstverein zu sehen ist, konzentriert sich auf die Auseinandersetzung der Künstler mit den Wirklichkeiten oder Unwirklichkeiten außerhalb der Ateliers und reflektiert offensichtlicher die sozialen und individuellen Bedingungen und Befindlichkeiten.

Zur Eröffnung der Ausstellung

am Samstag, 9. Mai 2015, um 11 Uhr

laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein!

Begrüßung

Oberbürgermeisterin Barbara Bosch

Stadt Reutlingen

Grußwort

Staatssekretär Jürgen Walter MdL

MWK Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Einführung

Eduard Beaucamp

Frankfurt am Main

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus und steht als unvoreingenommener, deutsch-deutscher Beitrag zum 25. Jubiläum der Wiedervereinigung unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidenten der Bundesländer Brandenburg und Baden-Württemberg.

Zur Ausstellung erscheint ein zweibändiger Katalog mit Texten u. a. von Susanne Altmann, Peter Arlt, Anke Paula Böttcher, Veit Stiller und Annette Tietz sowie Fotos von Ludwig Rauch.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von:

GEA – Reutlinger Generalanzeiger

Kreissparkasse Reutlingen

Wandel Goltermann Foundation

MWK Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

City-Hotel Fortuna

parallel im

Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen

Der Blick nach innen

Lothar Böhme, Hartwig Ebersbach, Johannes Heisig, Peter Hoppe, Walter Libuda, Werner Liebmann, Neo Rauch, Willi Sitte, Heinrich Tessmer, Max Uhlig, Hans Vent, Jürgen Wenzel

BEGLEITENDE AUSSTELLUNGEN
9. Mai bis 12. Juli 2015
Ludwig Rauch. Künstlerporträts
Eingangshalle des Rathauses
Für den zweibändigen Katalog der Ausstellung „Weltenwechsel“ hat der
renommierte Berliner Fotograf Ludwig Rauch (*1960) die Künstler, die
in der Sammlung Siegfried Seiz vertreten sind, in ihren Ateliers besucht
und fotografiert. Die dabei entstandenen eindrücklichen Porträts sind in
der Eingangshalle des Reutlinger Rathauses parallel zu den Gemälden
der Künstler im Kunstverein und im Kunstmuseum Spendhaus zu sehen.
28. März bis 6. September 2015
Was war – was bleibt. Druckgrafik aus der DDR
Städtisches Kunstmuseum Spendhaus
Innerhalb der DDR-Kunstlandschaft besetzte die Druckgrafik eine ausge
sprochen wichtige Nische. Anders als Malerei und Skulptur war sie für das
vorgegebene Erscheinungsbild der Kunst und deren propagierte Wirkung
in die sozialistische Gesellschaft hinein von geringerer öffentlicher Bedeu
tung. Somit war die Grafik von den Künstlern freier zu handhaben. Sowohl
die inhaltlichen Schwerpunkte als auch die formalen Bildlösungen konnten
so sehr viel weiter gefasst werden. In vielen Orten entstanden druckgra
fische Werkstätten, in denen sowohl Berufskünstler als auch interessierte
Laien arbeiteten. Gleichzeitig war es vor allem die Grafik, die für den
kleinen privaten Sammlerkreis in der DDR eine besonders wichtige Rolle
spielte.
In der Studio-Ausstellung wird eine Auswahl von Werken aus dem Bestand
des Kunstmuseums unter anderem von Gerhard Altenbourg, Fritz Cremer,
Wolfgang Mattheuer, Otto Niemeyer-Holstein, A. R. Penck und Werner
Wittig präsentiert.
8. bis 23. Juli 2015
Seeräuber, Puppen, Silberblusen und ferne Länder
Malerei und Arbeiten auf Papier aus dem letzten Jahrzehnt der DDR
Kundenhalle der Kreissparkasse Reutlingen
Unmittelbar nach der Wiedervereinigung beginnt die Kreissparkasse
Reutlingen, ausgewählte Positionen der Malerei aus der DDR zu sammeln.
Anlässlich der Ausstellung „Weltenwechsel“ werden nun mit Gudrun
Brüne, Hermann Glöckner, Bernhard Heisig, Walter Libuda und Werner
Liebmann fünf Malerinnen und Maler aus der Sammlung erstmals gemein-
sam in Reutlingen vorgestellt.
PODIUMSDISKUSSION
Mittwoch, 8. Juli, 20 Uhr
Malerei aus der DDR: Rückblick. Ausblick
Kundenhalle der Kreissparkasse Reutlingen
Mit Susanne Altmann, Dresden (Kunstkritikerin und Kuratorin), Dr. Eduard
Beaucamp, Frankfurt (Kunstkritiker), Hartwig Ebersbach, Leipzig (Maler),
Werner Liebmann, Berlin (Maler) und Siegfried Seiz, Reutlingen (Sammler)
Moderator: Dr. Rainer Zerbst, Bodelshausen (Kulturjournalist)
ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr und am Sonntag, 12. Juli, 15 Uhr
Rundgänge durch beide Ausstellungsteile zusammen mit dem Sammler
und den Kuratoren
(Siegfried Seiz, Herbert Eichhorn, Christian Malycha)*
Sonntag, 10. Mai, Sonntag, 31. Mai, Sonntag, 7. Juni und Sonntag, 21.
Juni, jeweils 15 Uhr sowie Donnerstag, 2. Juli, um 19 Uhr
Führungen durch beide Ausstellungsteile
(Mirja Kinzler)*
Samstag, 4. Juli, 12 Uhr*
Kunst-Pause im Ausstellungsteil „Blick nach innen“ (Martina Köser-Rudolph)
*Treffpunkt jeweils im Kunstmuseum
Voranmeldungen für diese Führungen sind nicht möglich.
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung
unter Telefon 303-2322
KATALOG
Es erscheint ein zweibändiger Katalog mit Texten u. a. von Susanne
Altmann, Peter Arlt, Anke Paula Böttcher, Ulrike Kremeier, Jörg Sperling,
Veit Stiller und Annette Tietz und Fotos von Ludwig Rauch (25 Euro).
SAMMLUNG
SIEGFRIED SEIZ
FIGÜRLICHE MALEREI
AUS DEM LETZTEN
JAHRZEHNT DER DDR
UND HEUTE
9. MAI–12. JULI 2015
STÄDTISCHES KUNSTMUSEUM SPENDHAUS REUTLINGEN
KUNSTVEREIN REUTLINGEN
WELTEN
WECHSEL
ÖFFNUNGSZEITEN
Rathaus
Montag-Freitag 8-18 Uhr, Donnerstag 8-19 Uhr, Samstag 8-13 Uhr
Kundenhalle der Kreissparkasse Reutlingen
Montag-Freitag 9-17.30 Uhr, Donnerstag 9-18 Uhr
Städtisches Kunstmuseum Spendhaus und Kunstverein Reutlingen
Dienstag-Samstag 11-17 Uhr, Donnerstag 11-19 Uhr, Sonntag/Feiertag 11-18 Uhr
ADRESSEN
Rathaus
Marktplatz 22
Kreissparkasse Reutlingen
Marktplatz 6
Städtisches Kunstmuseum Spendhaus
Spendhausstraße 4, 72764 Reutlingen, Tel. 07121 3032322, Fax 07121 3032706
kunstmuseum@reutlingen.de,
www.reutlingen.de/kunstmuseum
Kunstverein Reutlingen
Eberhardstraße 14, 72764 Reutlingen, Tel. 07121 338401
kontakt@kunstverein.de,
www. kunstverein.de „

Getrennte Welten – Formen des Eigensinns

Sehr empfehlenswerte Ausstellung:

Getrennte Welten – Formen des Eigensinns
Kunst in Ost und West vor der Wende

.18. Oktober 2014 bis 21. Juni 2015

Zitat Museum für Aktuelle Kunst Sammlung Hurrle Durbach:

„Am 19. Januar 1989 behauptete DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker, die Mauer werde auch in 50 oder 100 Jahren noch bestehen. Noch im selben Jahr erwies sich seine Zuversicht als Irrtum, als am 9. November desselben Jahres die Grenzen zwischen Ost- und Westdeutschland geöffnet wurden und mit der Wiedervereinigung ein neuer Abschnitt deutscher Geschichte geschrieben wurde. Fast 30 Jahre liegen zwischen dem Bau und dem Fall der Mauer; 40 Jahre lang währte die politische deutsche Trennung, welche auch die Kunstwelt beiderseits der Grenze stark geprägt hat.
Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls beleuchtet nun die Ausstellung „Getrennte Welten – Formen des Eigensinns. Deutsche Kunst in Ost und West vor der Wende“ die Wege, die Künstler in Ost und West beschritten haben, ohne die beiden Kunstwelten auf den Kontrast der künstlerischen Praxis zwischen den politischen Systemen reduzieren zu wollen. Ausgehend von der letzten grenzübergreifenden deutschen Kunstausstellung in Dresden 1946, in welcher die gemeinsamen Wurzeln und damaligen abstrakten wie figurativen Kunstströmungen erkennbar werden, stellt sich die faszinierende Frage, wie Kunstschaffende sich in ihrer jeweiligen Lebenswelt behauptet haben, wie sie sich arrangiert oder welche Formen künstlerischen Eigensinns sie entwickelt haben. Denn während die ostdeutsche Kunst durch das politische System in ihrer Freiheit eingeengt wurde, geriet die westdeutsche Kunst zunehmend durch die Forderungen eines kapitalistischen Kunstmarkts unter Druck.
Unter vier Schlagworten, dem Wiederanknüpfen, dem Aufbrechen, dem Ausbrechen und dem Fortentwickeln, werden ausgewählte künstlerische Formen des Eigensinns in Ost und West beleuchtet. So knüpften Akademien in Ost und West neu an, beispielsweise weist der akademische Start im Halle der Nachkriegsmoderne, wo auch Willi Sitte lehrte, viele Ähnlichkeiten mit dem der Karlsruher Akademie auf (unter anderem HAP Grieshaber mit seinen Schülern Horst Antes, Heinz Schanz und Walter Stöhrer), wobei beide Akademien in den 1950er Jahren durch Abwanderung miteinander verbunden waren (z.B. Herbert Kitzel). Die informelle Kunstströmung wiederum bedeutete einen Aufbruch, der keineswegs auf Westdeutschland ….“ mehr

Museum für Aktuelle Kunst Sammlung Hurrle Durbach
Vier Jahreszeiten Durbach GmbH & Co. KG
Almstraße 49
D-77770 Durbach

Galerie Reinhold Maas Reutlingen

Glückwünsche!

Galerie Reinhold Maas Reutlingen

Die One-Artist-Show des Schweizer Künstlers Alfonso Hüppi ist
zur Besten Solo-Präsentationen auf der art KARLSRUHE gewählt
worden.
157 Solo-Präsentationen sind auf der art KARLSRUHE präsent.
Die Galerie Reinhold Maas aus Reutlingen erhält mit dem Künstler
Alfonso Hüppi den art KARLSRUHE Preis 2015.
www.galeriereinholdmass.de

Harald Reiner Gratz »… dann leben sie noch heute«

Empfehlenswerte Ausstellung:
Beeindruckende Bilderwelten von Harald Reiner Gratz  »… dann leben sie noch heute«
Unbedingt anschauen!
Vernissage:

Donnerstag, 20. November 2014, 19:30 Uhr

Christian Malycha (Kunstverein Reutlingen) im Gespräch mit den Künstlern.

Ausstellungsdauer:
20.11.–19.12.2014
Ort:
Galerie abtart
Rembrandtstrasse 18
70567 Stuttgart

Martin-Jan van Santen – Galerie Thomas Fuchs

Empfehlenswerte Ausstellung des Malers Martin-Jan van Santen vom 14.11.2014 – 03.01.2015 in der Galerie Thomas Fuchs.

Unbedingt anschauen wer sich für Figurative Malerei interessiert!

 

Ort:

Galerie Thomas Fuchs
Inh. Thomas Fuchs
Reinsburgstrasse 68A
70178 Stuttgart

Nicht nur Skulptur! Die Bildhauer der Skulpt(o)uren in Bietigheim-Bissingen

Ausstellungsempfehlung:

Nicht nur Skulptur!
Die Bildhauer der Skulpt(o)uren in Bietigheim-Bissingen

Zitat Städtische Galerie Bietigheim – Bissingen:

“ Nicht nur Skulptur!

Die Bildhauer der Skulpt(o)uren in Bietigheim-Bissingen

26. Juli 2014 – 12. Oktober 2014
Skulpturen von bekannten Bildhauern des 20. Jahrhunderts gehören in Bietigheim-Bissingen zum vertrauten Stadtbild. Längst sind Werke wie Jürgen Goertz’ »Kuh-riosum«, Karl-Henning Seemanns »Flößer« und Gunther Stillings »Janustor« zu modernen Wahrzeichen der Stadt geworden. Mitten im Alltag begegnen die Menschen Kunstwerken, die eine Einheit mit dem historischen Stadtraum bilden und zugleich Akzente setzen. Die Umsetzung einiger spektakulärer Raumgestaltungen wie Reinhard Scherers abstrakte Großplastik für den Bahnhofsplatz oder Jürgen Goertz’ »Turm der Grauen Pferde« für die Fußgängerzone der Bietigheimer Altstadt zeugen von der großen Wertschätzung für Kunst im öffentlichen Raum. Das Spektrum der Skulpturen reicht dabei von klassischen Positionen, u.a. von Gerhard Marcks und Gustav Seitz, bei denen die menschliche Figur dezidiert im Zentrum steht, bis hin zu zeitgenössischen abstrakten Standpunkten wie bei Otto Herbert Hajek. Eine Sonderstellung nehmen die rund 30 Tierplastiken von Fritz Melis ein, der 1958 sein Atelierhaus in der Stadt errichtete und auf vielfältige Weise auf das kulturelle Leben wirkte. Anlässlich des städtischen Jubiläums 2014 würdigt die Ausstellung 16 Bildhauer, die sowohl mit Vorarbeiten zu den Plastiken in Bietigheim-Bissingen, als auch mit weiteren reizvollen Facetten der einzelnen künstlerischen Positionen präsentiert werden. Nicht nur Skulpturen sind bei vielen der ausgestellten Bildhauer zu entdecken. So zeigt sich etwa Alfred Hrdlickas thematische Auseinandersetzung mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus zum Einen in seiner Bronzeskulptur zu Dietrich Bonhoeffer vor der Bietigheimer Stadtkirche und zum Anderen in einem eindrücklichen Grafikzyklus zu den Ereignissen des 20. Juli 1944. Hingegen eröffnet sich der Kosmos von Fritz Schwegler, dessen »Kunstläuferin« und »Wächter« auf einfache Grundformen reduziert, dennoch präzise und poetisch sind, in geschriebenen und gezeichneten Notationen sowie in äquivalenten Kleinskulpturen. Damit werden in der Ausstellung die Bietigheimer Skulpturen in den Kontext des Gesamtwerkes der einzelnen Bildhauer gestellt – und für den Betrachter erweitert sich der Blick auf die vertraute Umgebung, was zum Wiederwahrnehmen der Skulpturen im öffentlichen Raum oder gar zum Neuwahrnehmen führt.“