Galerie peripherie – Tübingen Sudhaus

Galerie peripherie – Tübingen Sudhaus

Ausstellung regeneratio

Die Ausstellung in der Galerie peripherie ist nun aufgebaut. Die Skulpturen stehen, der Transport ist gelungen.

Hier ein kleiner erster Einblick in die Ausstellung:

Galerie Peripherie Sudhaus Tübingen

Galerie peripherie

Sudhaus e.V. Tübingen
Hechinger Straße 203
72072 Tübingen

Begegnungen mit Ugge

Artikel in STEIN – Zeitschrift für Naturstein von Carolin Werthmann

„Zum 110. Geburtstag des Tübinger Bildhauers Eugen „Ugge“ Bärtle (1907–1990) widmet ihm der Künstlerbund Tübingen ab Freitag, den 8. September 2017 eine Ausstellung an drei Standorten in der Heimat des Künstlers. Sichtbar machen sollen die „Begegnungen mit Ugge“ seine lebenslange Leidenschaft für die Arbeit mit hartem und widerspenstigem Material wie dem Stein. 

Bürger und Touristen im Tübinger Stadtraum begegnen dem Werk des Bildhauers und Künstlers Eugen „Ugge“ Bärtle täglich. Da wäre zum einen das Gôgen-Denkmal aus Muschelkalk mit dem Titel „Der Wengerter“ in der Salzstadelgasse. Die Skulptur zeigt einen Weingärtner, nach schwäbischer Mundart auch Gôg genannt, mit einem aus Weidenruten geflochtenen Wanderkorb auf dem Rücken. Zum anderen gibt es den Brunnen aus Travertin an der Eberhardskirche, eine der letzten öffentlichen Arbeiten des 1990 verstorbenen Künstlers.“ …

mehr in STEIN – Zeitschrift für Naturstein

Ugge Bärtle Kulturhalle 2
Ugge Bärtle Kulturhalle
Ugge Bärtle Künstlerbund Tübingen
Ugge Bärtle 2
Ugge Bärtle
Ugge Bärtle Kulturhalle 3

Begegnungen mit Ugge

Ugge-Bärtle-Kulturhalle-Tübingen-1

Endspurt im Aufbau der Ausstellung Begegnungen mit Ugge in der Kulturhalle Tübingen und in der Galerie des Künstlebundes!

Ugge Bärtle Kulturhalle Tübingen

Der Aufbau  der Ausstellung Begegnungen mit Ugge ist nun voll im Gang, die ersten Arbeit sind schon angeliefert und finden ihren Platz in der Kulturhalle Tübingen.

Aussteller:

Ugge Bärtle

Ulla Marquardt | Axel von Criegern | Ralf Ehmann | Frido Hohberger | Susanne Hoefler | Carola Dewor | Susanne Immer | Ralf Bertscheit | Tilman Rösch | Jürgen Mack | Dieter Luz | Jürgen Klugmann | Anita Bialas | Jürgen Mack

Ugge-Bärtle-Kulturhalle-Tübingen

Aufbau der Ausstellung Begegnungen mit Ugge in der Kulturhalle Tübingen. Hier beim zurechtrücken eines Werkes von Ugge Bärtle Reiter und Ross.

Ugge Bärtle Katalog

Ugge-Bärtle-Katalog

Begegnungen mit Ugge

Ausstellung an drei Standorten wird am 7. September eröffnet.

Zur Ausstellung erscheint ein kleiner Katalog.

Herausgegeben vom Künstlerbund Tübingen.

Aufgeführte Künstler:

Ulla Marquardt | Axel von Criegern | Ralf Ehmann | Frido Hohberger | Susanne Hoefler | Carola Dewor | Susanne Immer | Ralf Bertscheit | Tilman Rösch | Jürgen Mack | Dieter Luz

Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Zeit, Krise, Revolte
Ausstellung der Künstlermitglieder

25. August 2017 – 24. September 2017

Württembergischer-Kunstverein-Stuttgart-1
Marcus-Günther
Joachim-Sauter
Hanjo-Schmidt

Württembergischer Kunstverein –  Impressionen  der Ausstellung Präsenz, Kritik, Utopie

Wenn auch wie immer im Württembergischen Kunstverein Stuttgart das Thema durch die Direktoren Hans D. Christ und Iris Dressler bis weit über die Schmerzgrenze hinaus politisch Korrekt ist, einem fast der Gedanke kommen könnte, dass leichter Inhalt oder Schönheit Sünde sein könnte, finden sich trotz dem doch einige sehr spannende Arbeiten in der Ausstellung. Zum Glück sind auch einige Arbeiten von Künstlern zu sehen, denen diese fast schon angeordnete erscheinende Korrektheit Ironisch reflektieren. So wie eben die Kunst ist: Frei. So helfen diese Werke über die betroffenheitskitschigen, bierernstgemeinten und weltrettenden Arbeiten hinweg zuschauen.

Trotz allem, lohnt sich die Ausstellung wegen den sehr vielen guten und spannenden Arbeiten.

Begegnungen mit Ugge | Ugge Bärtle – Künstlerbund Tübingen

kulturhalle ugge bärtle

Begegnungen mit Ugge

8. September bis 10. Oktober 2017

Dem Tübinger Künstler Eugen „Ugge“ Bärtle widmet der Künstlerbund Tübingen in Zusammenarbeit mit der Universitätsstadt Tübingen und dem Ugge-Bärtle-Haus eine große Ausstellung an drei Standorten: in der Kulturhalle, in der Künstlerbund-Galerie (Metzgergasse 5) und im Ugge-Bärtle-Haus (Herrenberger Straße 12), dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Künstlers und heutigen Museum. Neben zahlreichen Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen sind Werke von 14 Künstlerbund-Mitgliedern zu sehen, die auf Arbeiten Bärtles reagieren.

Ugge Bärtle (1907 bis 1990) stellte in seinen bildhauerischen und zeichnerischen Werken immer den Mensch in den Mittelpunkt. Sein künstlerisches Ziel war es, das Material – meist einheimisches Gestein – und die Idee in Einklang zu bringen. Davon zeugen Werke im Tübinger Stadtbild: Vom „Wengerter“ in der Salzstadelgasse bis zum Seehund im Freibad sind seine Skulpturen vielen Tübingern vertraut. Ugge Bärtle war Gründungsmitglied des Künstlerbundes.

Die dreiteilige Ausstellung zeigt das Lebenswerk Ugge Bärtles und ruft Erinnerungen wach. Zugleich erzählt sie vom Einfluss, den sein Schaffen hatte und noch heute hat. Zum Begleitprogramm gehören eine Lesung, Führungen und eine Filmvorführung.

Vernissage in der Kulturhalle
Donnerstag, 7. September 2017, 19 Uhr
Dr. Christine Arbogast, Erste Bürgermeisterin der Universitätsstadt Tübingen, begrüßt die Gäste. Dagmar Waizenegger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kunst und Kultur, und der Künstlerbund-Vorsitzende Ralf Ehmann führen in die Werke ein.

Führung im Ugge-Bärtle-Haus
mit Eva Scharlowski, Tochter von Ugge Bärtle
Freitag, 8. September 2017, 15 bis 16 Uhr, Herrenberger Straße 12

Führung im Künstlerbund und in der Kulturhalle
mit Ralf Ehmann, Vorsitzender des Künstlerbundes
Samstag, 16. September 2017, 11 bis 12.30 Uhr, Treffpunkt: Künstlerbund, Metzgergasse 5

Lesung im Ugge-Bärtle-Haus
mit Katharina Scharlowski, freischaffende Dichterin und Enkelin von Ugge Bärtle
Samstag, 23. September 2017, 11 Uhr, Herrenberger Straße 12

Führung durch alle Ausstellungsorte
mit Dagmar Waizenegger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kunst und Kultur
Freitag, 29. September 2017, 16 bis 18 Uhr, Treffpunkt: Kulturhalle

Finissage und Filmvorführung
Gezeigt wird der Film „Ugge Bärtle.Bildhauer“ von Jan Schütte aus dem Jahr 1983.
Samstag, 7. Oktober 2017, 17 Uhr, Kulturhalle

Öffnungszeiten bei Ausstellungen

Mittwoch bis Freitag 15 bis 18 Uhr
Samstag 11 bis 15 Uhr
Eintritt frei

Workshop | KZ- Hailfingen-Tailfingen

Eine Kerze für die Opfer der Nazis

Von Gerlinde Wicke-Naber 

Junge Leute aus Europa beschäftigen sich bei einem Workshop im ehemaligen KZ-Außenlager Hailfingen-Tailfingen mit der Nazi-Zeit – und manche auch mit ihrer eigenen Familiengeschichte.

 

Böblingen – Mansur Rahimli hat schon einige Erfahrungen mit Workcamps. Im ehemaligen KZ Buchenwald hat er vor sechs Jahren die Namen von Häftlingen in Flussteine geritzt, in Bayonne in Frankreich befreite er auf einem jüdischen Friedhof die Grabsteine von Unkraut. In Hamburg hat er sogar ein ganzes Jahr lang als Freiwilliger in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gearbeitet. Doch nun beim Workshop der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen (Kreis Böblingen) erlebt er etwas ganz Neues: „Wir schaffen hier etwas Bleibendes, etwas, das man sieht.“ Der 30-jährige Aserbaidschaner hat eine Kerze mit Werkzeugen aus einem Stein gemeißelt. „Oben mache ich eine Öffnung in den Stein für eine echte Kerze, die dann leuchtet“. Leuchten soll sie zur Erinnerung an all die Menschen, die im KZ-Außenlager Hailfingen-Tailfingen geschunden wurden.

Mansur Rahimli ist einer von 15 jungen Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die Skulpturen für die Gedenkstätte auf dem ehemaligen KZ-Außenlager fertigen. Die Teilnehmer des Workshops , die der Verein „Gegen Vergessen, für Demokratie“ gemeinsam mit der Aktion Friedensdienste Sühnezeichen organisiert, kommen aus Aserbaidschan, Russland, Weißrussland, Polen, Spanien und Deutschland. Große künstlerische Erfahrungen bringt keiner von ihnen mit. Das ist auch nicht nötig. Drei Künstler – Ralf Ehmann, Rudolf Kurz und Uli Gsell – leiten die Freiwilligen an. Ihnen geht es um die Beschäftigung mit der Geschichte, mit dem, was in Nazideutschland im Zweiten Weltkrieg passierte.

Die eigene Familiengeschichte als Ansporn

Einige Teilnehmer treibt die eigene Familiengeschichte dazu an. So auch Mansur Rahimli. „Meine beiden Großväter haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gegen Deutschland gekämpft. Sie haben mir immer wieder davon erzählt. Deshalb wollte ich mehr darüber erfahren.“

„Uns geht es bei diesem Projekt um die emotionale Annäherung an das Thema Holocaust“, sagt Harald Roth von der Herrenberger Sektion des Vereins Gegen Vergessen – für Demokratie, die die Gedenkstätte Tailfingen geschaffen hat. „Normalerweise läuft die Unterrichtung über das Thema in der Schule oder auch bei Führungen durch Gedenkstätten sehr sachlich ab. Das ist ja auch richtig.“ Dank des Kunstprojekts würden sich die Teilnehmer diesem schwierigen Thema jedoch ganz anders nähern.

Gesichter aus Stein

So stand vor Beginn der Kunstaktion ein Kennenlernen des Geländes des ehemaligen KZ-Außenlagers. Auch im Archiv haben die jungen Leute geforscht und sich mit den Schicksalen einiger Häftlinge beschäftigt. Die Geschichte einer jüdischen Familie ist Kseniya Bisoukova und Maria Tschupina, beide aus Weißrussland, besonders ans Herz gegangen. Vater, Mutter und drei Kinder wurden getrennt, erst die Männer und Frauen, später dann auch Vater und Sohn. Dieser landete im KZ-Außenlager Tailfingen.

Wie so eine Familie zerrissen wurde, das dokumentieren die beiden jungen Frauen mit zwei Gesichtern, die sie als Relief aus dem Stein meißeln. Die Skulpturen sollen so aufgestellt werden, dass die Trennung deutlich wird. Am Donnerstag wurden alle Plastiken auf der früheren Landebahn des Lagers platziert. An diesem Freitag um 15 Uhr wird der Skulpturenpfad der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Lager hat es fast 200 Tote gegeben

Von Gerlinde Wicke-Naber 

Gedenkstätte: Die Herrenberger Sektion des Vereins Gegen Vergessen – für Demokratie hat die Geschichte des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen erforscht und die Gedenkstätte eingerichtet. Im November 1944 kamen 601 Häftlinge in das Lager. Sie mussten den Nachtjägerflugplatz Hailfingen bauen und in Steinbrüchen arbeiten. 189 Menschen starben in den drei Monaten, in denen das Lager existierte.

Finanzierung: Die Landeszentrale für politische Bildung finanziert das Workcamp mit einen Zuschuss von 6000 Euro. Die 15 Teilnehmer sind im Vereinsheim des Radsportvereins Frisch Auf Öschelbronn untergebracht – im Matratzenlager mit Selbstverpflegung. Mit dem Rad fahren sie zur Gedenkstätte.